(ek) Zahlreiche Gäste, ihre Exzellenz Frau Ifat Reshef der Israelischen Botschaft in Bern, Frauen des Frauenvereins und Mitglieder:innen der Israelitischen Gemeinde Winterthur nahmen an der feierlichen Schlussfeier in der Synagoge teil. Herr Rabbiner Nordmann eröffnete den G’ttesdienst mit dem Schacharit und schloss mit einem Denk- und Erinnerungsgebet an die engagierten Frauen des IFW, für die Heimkehr der Geisseln in Gaza und die Soldaten Israels. Anschliessend führte Marianne Hermon, seit 21 Jahren gewesene Präsidentin des IFW, durch die wechselvolle Geschichte des Israelitischen Frauenvereins, die vor 99 Jahren auf Initiative von Max Biedermann am 21. November gegründet worden war. Sie streifte die zahlreichen Aktivitäten und Aufgaben, deren sich die idealistischen Frauen während der wechselvollen Jahre des Weltkrieges und auch später annahmen: die Versorgung von Flüchtlingen und Unterstützung von Bedürftigen. Herzensangelegenheit blieb jederzeit Israel. Zur unvergänglichen Erinnerung an den Israelitischen Frauenverein waren auf dem Friedhof drei symbolträchtige Eichenbäume eingepflanzt worden. Und als weiteres Zeichen der Verbundenheit mit der jüdischen Gemeinde überreichte Marianne Hermon einen höchst kunstvollen Parochet und eine Bimadecke aus Israel dem Präsidenten der IGW. Die Bedeutung des Schriftzuges auf dem Porochet: «Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was G’TT von dir fordert: Gerechtigkeit zu üben, Güte zu lieben und in Demut vor deinem G’TT wandeln.«
Daran aufgreifend erzählte Olaf Ossmann, Präsident der IGW, die aussergewöhnliche und erstaunliche Geschichte von der Entstehung dieses Parochet. Dass es dabei eine Verbindung gab mit dem ehemaligen Botschafter Yitzhak Mayer, der als Kind in der Schweiz Zuflucht vor dem Naziregime fand und der als Generalkonsul in Zürich und später akkreditierter Botschafter in Bern war in der schwierigen Zeit der Bemühungen der Schweiz, ihre Vergangenheit aufzuarbeiten.
Olaf Ossmann schloss seinen Dank an den Frauenverein mit dem Wunsch, dieses sichtbare wundervolle Geschenk möge fortdauernd an die zahlreichen Frauen erinnern, die allezeit im Dienst der IGW tätig waren und immer noch sind. Ein reichhaltiges Buffet, offeriert vom Israelitischen Frauenverein, förderte Gespräche und Begegnungen und beschloss dieses denkwürdige Ereignis.
Elisheva Kühne
